Ausbruch- und Entflohenensuche

Die Kornnatter ist ein Ausbruchskünstler, dass Terrarium sollte daher sehr Ausbruchssicher sein. Gerade bei Neonaten (Schlüpflinge / Jungschlangen), sollte man möglichst alle noch so kleine Ritzen mit Papier oder Pappe verschließen.

Und trotzdem kann es vorkommen, dass eine der Schützlinge einen Ausweg findet, anscheinend muss jeder einmal die Erfahrung machen. Wo das Köpfchen durchpasst, wird auch der Rest durchkommen. Es sei den, durch eine verspeiste Maus ist das Bäuchlein zu dick! In diesem Fall ist aber die Gefahr groß, dass die Kornnatter sich die Haut vom Leib scheuert. Kornnattern erkennen nicht, dass ein Loch zu klein ist. Sofern der Kopf durchpasst, wird auf biegen und brechen versucht, sich durch das Loch zu drücken und winden. An dem Bauchstück, an dem die Maus sitzt, entstehen Verletzungen des Schuppenkleides und Mageneinschnürungen. Ist das Loch auch noch Scharfkantig (z.B. Blech), schneidet sich die Kornnatter zwangsläufig den Bauch auf.
Derartige Probleme des Steckenbleibens, treten auch auf, wenn man Höhlen und Verstecke wählt, die ein Loch haben, welches mit der Zeit zu klein wird (z.B. Blumentöpfe mit Entwässerungsloch, Aquarien Tonhöhlen etc.)- Irgendwann passt die gewachsene Schlange mit vollem Magen nicht mehr durch das Loch und bleibt genau an der Stelle, wo die Maus ist, hängen. Da Hilft auch kein zurückziehen, die Tiere sitzen derart fest, man den Tontopf zerbrechen oder die Höhle zerschneiden muss.

Hilfe, sie ist weg!

Zu aller erst, keine Panik!
Kornnattern kommen mehrere Wochen ohne Wasser und sogar mehrere Monate ohne Futter aus. Ausgebüchste Tiere tauchen in den meisten Fällen (sofern man keine Katze oder Hund hat) wieder auf, die eine früher, die andere später. Spätestens wenn die Kornnatter Hunger hat wird sie herumstreifen, hatte sie gerade gefressen, kann das jedoch schon mal ein bis zwei Wochen dauern.

Auf zur Suche

Da Kornnattern dämmerungsaktiv sind, wird sie dann bei Einbruch der Dunkelheit aus ihrem Versteck kommen und die Gegend nach etwas essbarem absuchen.
Folgende Hilfsmittel und Strategien haben sich bei der Suche als äußerst hilfreich bewiesen:

  • Zuerst sollte man auf Nummer sicher gehen, dass sie sich nicht im Terrarium hinter der Rückwand oder in einer Wurzel versteckt.
  • Da Kornnattern gerne graben, sollte auch der Bodengrund ordentlich durchsucht werden. 
  • Wird man nicht fündig, sollte man sich fragen, wie lange sie schon unterwegs ist. Je kürzer, desto eher befindet sie sich noch im Raum! Um dies festzustellen, eignet sich besonders gut, mehrere Trinkmöglichkeiten im Raum und der näheren Umgebung aufzustellen und diese mit Mehl zu umschließen. Wenn die Schlange das Wasser aufsucht wird man ihre Spuren deutlich im Mehl erkennen, so weiß man zumindest, dass sie noch im Raum ist.
  • Zusätzlich können einige Zeitungsblätter ausgelegt werden. Mit etwas Glück hört man das Rascheln der Zeitung wenn die Kornnatter auf Wanderschaft ist.
  • Auf einem Teppichboden kann man anstelle von Mehl auch Reis nehmen, wobei die Spuren in Mehl natürlich eindeutiger zu erkennen sind.
  • In den Abendstunden sollte man regelmäßig im Zimmer, in dem sich die Schlange noch auffällt, das Licht einschalten und in alle Ecken schauen. Wichtig ist, dass das Zimmer vorher dunkel und ruhig ist, sonst wird sie nicht aus ihrem Versteck kommen. In der Regel erwischt man sie dann irgendwann beim herumstreifen.
  • Hilfreich sind auch kleine warme Verstecke zu bauen, zum Beispiel eine Kokosnuss mit Wärmematte, in denen sich die Schlange zurückziehen kann. Nicht selten liegt dann ein Ausreißer morgens in einem ich dieser Verstecke. Generell wird sich die Kornnatter ein warmes Plätzchen suchen, beliebt sind warme Trafos, Steckdosen, Lampen und sogar unter mancher Bettdecke tauchten sie wieder auf.


Kornnatterfalle

Wer noch mehr tun möchte baut eine Flaschenfalle, hierzu wird eine Plastikflaschen im ersten Drittel abgeschnitten und verkehrt herum wieder zusammen gesteckt (Flaschenhals nach innen) und mit Klebeband abgedichtet. Die Öffnung der Falle durch den Flaschenhals sollte mit Papier und Klebeband so verengt werden, dass die Schlange mit leerem Magen gut hinein kommt, aber mit vollem nicht wieder heraus. In die Falle wird als Köder ein Pinkie gelegt.
Die Flaschenfalle sollte an einem warmen Ort deponiert werden, natürlich ist der Pinkie regelmäßig auszutauschen.

 

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